Website zur Magisterarbeit von Marco Wurzler und Philipp Stenger

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Flow/Flow-Erleben

Flow

Das Flow-Erleben

Das Flow-Erleben ist ein besonders postiver Bewusstseinszustand.

Beim Flow-Erleben ist der Mensch in einem besonderen Bewusstseinszustand. Wie mit zahlreichen Interviews bestätigt, geht dieses Erleben einher mit positiven Gefühlen wie Glück und Zufriedenheit sowie die Freude über den Erwerb und die Erweiterung von Fähigkeiten und das Gefühl von Kontrolle.

Nach Angaben von Interviewpartnern ist dieses Erleben so erstrebenswert, dass man es immer wieder erfahren möchte ( Csikszentmihalyi, 1985 ). Doch welcher Art ist nun dieses Erlebnis, welches Menschen dazu bringt, viel Zeit und Energie dafür aufzuwenden, ohne die üblichen Belohnungen wie Geld und Ruhm zu erlangen?

„Es ist einfacher zunächst zu beschreiben, wie dieses Erleben nicht ist. Es ist nicht langweilig wie oft das Leben außerhalb der betreffenden Aktivität. Gleichzeitig ruft es keine Angst hervor…In der Schwebe zwischen Langeweile und Angst ist das autotelische Erleben eines des völligen Aufgehens des Handelnden in seiner Aktivität.“ ( Csikszentmihalyi, 1985 , S. 58)

Die Aktivität bietet laufend eine Herausforderung, dem Handelnden bleibt keine Zeit für Langeweile oder Versagensängste. Im Flow kann die handelnde Person ihre Fähigkeiten voll ausschöpfen und erhält klare Rückmeldungen auf ihre Handlungen, wodurch sie ein permanentes Gefühl der Kontrolle hat. Das Handeln wird als einheitliches Fließen von einem Augenblick zum nächsten erlebt. Der Handelnde ist auf seinem höchsten Konzentrations- und Leistungsstand und das subjektive Empfinden von Kompetenz und Sicherheit kann dazu beitragen, dass er sich selbst und die Zeit vergisst. ( Csikszentmihalyi & Schiefele , 1993).

Diese Beobachtungen führten Csikszentmihalyi zu seinem Flow-Modell , welches er im Laufe der Jahre mehrmals überarbeitet hat.

Flow-Erleben findet sich prinzipiell überall, egal ob im Beruf oder in der Freizeit, „sogar in solchen [Situationen], welche kaum Vergnügen implizieren – an der Front, an einem Fließband, oder auch in einem Konzentrationslager“ ( Csikszentmihalyi, 1985 , S. 59).

Die Flow-Theorie geht also von der Frage aus, welches die Gründe dafür sind, die Personen dazu bringen, unter größten Anstrengungen und Eifer Tätigkeiten freiwillig und praktisch ohne extrinsische Belohnungen durchzuführen.

Mihaly Csikszentmihalyi nimmt an, dass bestimmte intrinsisch motivierte Tätigkeiten mit einem bestimmten Erleben einhergehen, dem Flow-Erleben.

Flow ist also eine Erlebensweise und bezeichnet ein holistisches, mehrere Komponenten umfassendes Gefühl des selbst- und zeitvergessenen Aufgehens in einer glatt laufenden Tätigkeit.

Obwohl das autotelische Erleben an keine Initialmotivation gebunden ist und prinzipiell an jedem Ort bei jeder Tätigkeit empfunden werden kann, existieren bestimmte Bedingungen und Merkmale, die den Flow-Zustand charakterisieren.

Die Flow-Theorie macht deutlich, dass es sich beim autotelischen Erleben um einen besonders erfreulichen Zustand handelt, eine Vielzahl von Menschen betreiben verschiedene Aktivitäten unter hohem Zeit- und Energieaufwand, obwohl sie dadurch wenig oder sogar keine extrinsischen Belohnungen herausziehen.

So sind Flow-Erlebnisse aus vielen Gründen vorteilhaft. Im Flow sind die handelnden Personen konzentriert, motiviert, aktiv, stark, kreativ, allgemein auf ihrem höchsten Konzentrations- und Leistungsniveau, wie aus zahlreichen Interviews hervorgeht.

Weiter zum Thema Flowmerkmale oder zum Thema Flowelemente.



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