Nervenbahnen vom Auge zum Gehirn

Dieser Abschnitt soll die Kapitel über Objekt- und Mustererkennung aus Sicht der Neurowissenschaft in aller Kürze erklären.

Die Intensität der Nervreizung, die vom Auge ausgeht, hängt von der Lichtintensität ab.

Die jeweils rechten Hälften der Augen sind mit der rechten Gehirnhälfte und die jeweils linken Hälften der Augen mit der linken Gehirnhälfte verbunden. Dieses kommt zustande, weil sich die nasalen Sehnerven kreuzen. Aufgrund der Lichtbrechung durch die Linse trifft das Bild spiegelverkehrt auf die Netzhaut, dadurch werden die Informationen des linken Sichtfeldes in der rechten Gehirnhälfte und die Informationen des rechten Sichtfeldes in der linken Gehirnhälfte verarbeitet.

Im Gehirn sind diese Nervenfasern mit subkortikalen Bereichen verbunden, man vermutet, dass hier sowohl die Objekterkennung als auch die Erkennung von Details angesiedelt sind (Anderson, 2000). Diese Strukturen sind wiederum mit dem visuellen Kortex verbunden.

Nach Hubel und Wiesel (1962), die den primären visuellen Kortex der Katze untersuchten, gibt es dort verschiedene Arten von Zelltypen. Sie konnten Balken- und Kantendetektoren unterscheiden. Kantendetektoren reagieren maximal, wenn entlang einer Kante eine Grenze zwischen Hell und Dunkel verläuft, während Balkendetektoren maximal gereizt werden, wenn ein heller oder dunkler Balken genau ihren Bereich abdeckt. Demnach gibt es verschiedene Balkendetektoren für unterschiedliche Ausrichtungen und Ausdehnungen. (vgl. Anderson, 2000).

Somit ist klar geworden, dass es für jeden abstrakten Prozess der Wahrnehmung auch einen Ort gibt, an dem dieser abläuft.

 

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